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Durchblick durch Design

Der neue Rückspiegel des Volvo FH bietet erstklassige Sicht und unterstreicht den Charakter des Fahrzeugs.
Ismail Ovacik beim Zeichnen.
„Eine wichtige Rolle spielt die Geometrie. Es mussten vier verschiedene Spiegel miteinander kombiniert werden, weshalb wir uns darauf konzentriert haben, das Ganze wie eine homogene Einheit aussehen zu lassen“, sagt Ismail Ovacik.

Wie viel Detailarbeit steckt im Design eines Lkw? Und welche Botschaften können Designdetails übermitteln? Als Volvo Trucks einen neuen Rückspiegel entwickelte, der die

Sicht des Fahrers nochmals verbessern sollte, stand die Sicherheit natürlich im Mittelpunkt. Wichtig war aber auch, diese Verbesserung mit einer bahnbrechenden Ästhetik zum Ausdruck zu bringen.

Der neue Volvo FH kam 2012 mit ein paar wesentlichen technischen Neuerungen auf den Markt. Unter anderem hatte das Erfolgsmodell auch ein neues

Design. Funktionalität und Ergonomie – so lauteten die Stichworte, mit denen das Fahrerhaus des neuen FH beschrieben wurde. Hinzu kam eine Reihe verbesserter Sicherheitsfunktionen, die dazu beitrugen, dass die Marktresonanz ausgesprochen positiv war.

Bereits 2006 hatte ein Team von Volvo Trucks mit der Entwicklung eines neuen Rückspiegels begonnen. Ismail Ovacik ist der Chefdesigner für Außendesign bei GTT. Er legt Wert auf die Feststellung, dass die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Konstruktions- und Designabteilungen, die an der Gestaltung der Rückspiegel mitgewirkt haben, von großer Wichtigkeit war. „Gemeinsam haben wir uns um die

ultimative Verbesserung bemüht. Wie bringt man zum Ausdruck, dass Fahrzeuge von Volvo Trucks die beste Sicht bieten? Als Unternehmen, das vor allem auf Sicherheit setzt, mussten wir diese Botschaft unbedingt rüberbringen.”

Eine wesentliche Verbesserung des neuen FH betraf die Direktsicht. Das Hauptproblem bei der vorherigen Generation des Volvo FH waren die A-Säulen, also die senkrechten Streben zu beiden Seiten der Frontscheibe.

Es geht nicht nur darum, dem Fahrer perfekte Sicht zu bieten oder die Funktion zu verbessern, sondern auch darum, wie man das Ganze als festen Bestandteil des Gesamtfahrzeugs in Szene setzt.

Bei der neuen Version bleibt mehr Platz zwischen den Säulen und den Spiegeln. Dies sorgt dafür, dass der Fahrer durch das Seitenfenster bessere Sicht auf den Boden hat. Noch mehr Platz schafft das schlanke Design – es gibt praktische keine Begrenzung für das Glas und nur einen Gelenkpunkt, wodurch ein Großteil des Gehäuses entfällt. Außerdem gibt es zwischen den Spiegeln eine Öffnung, wodurch jede noch so kleine Fläche zur Verbesserung der Sicht genutzt wird.

Dass es beim Design vor allem darum ging, jeden Winkel genau richtig hinzubekommen, ist offensichtlich. Die Positionierung des Spiegels wurde sorgfältig durchdacht und die Befestigungen oben und unten lassen keine Wünsche übrig. 

 

Ismail Ovacik im Designstudio.

„Eine wichtige Rolle spielt die Geometrie“, fährt Ismail Ovacik fort. „Es mussten vier verschiedene Spiegel miteinander kombiniert werden, weshalb wir uns darauf konzentriert haben, das Ganze wie eine homogene Einheit aussehen zu lassen.“

Bei der Entwicklung eines ausdrucksstarken Lkw-Merkmals verschmilzt technisches Können mit Kreativität. Die verbesserten Rückspiegel wurden von den Kundschaft und in der Fachpresse gleichermaßen gelobt und gelten definitiv als Fortschritt.

Auch wenn es dem Team in erster Linie um die Sicherheit ging, hat es auch Wert auf die Unverkennbarkeit des ästhetischen Ausdrucks gelegt.

„Wir wollten ein Merkmal kreieren, dass den Volvo Way wiederspiegelt“, so Ismail Ovacik. „Es geht nicht nur darum, dem Fahrer perfekte Sicht zu bieten oder die Funktion zu verbessern, sondern auch darum, wie man das Ganze als festen Bestandteil des Gesamtfahrzeugs in Szene setzt. Es gibt einen Grund dafür, dass Dinge so aussehen, wie sie es tun. Wir verfolgen einen vertikalen Ansatz und bemühen uns um ein ganzheitliches Design, dass den Charakter des Fahrzeugs unterstreicht. Den Charakter von Volvo.“

Ismail Ovacik

TITEL: Chefdesigner Außendesign bei GTT.
ALTER:
 36.
BETRIEBSZUGEHÖRIGKEIT:
 8.
ARBEITSPLATZ:
 Das europäische Designstudio bei GTT im schwedischen Göteborg.