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Wie eine gute Ladestrategie die Reichweite eines Elektro-Lkw erhöhen kann

| 3 Min.
Elektro-Lkw eröffnen neue Möglichkeiten durch geringe Geräuschentwicklung und null Abgasemissionen. Eine optimale Planung der Routen, Fahrzeiten und Lademöglichkeiten hält die Produktivität hoch.
Manuelles Aufladen eines Lkw.
Bei guter Planung kann ein Elektro-Lkw die gleiche Produktivität erzielen wie ein konventioneller Lkw.

Zu wissen, wie viel Energie Sie benötigen sowie wann und wo Sie ein Fahrzeug aufladen können, sind wichtige Aspekte bei der Routenplanung. Aber mit der passenden Ladestrategie kann Ihr Elektrofahrzeug die gleiche Produktivität erzielen wie ein konventioneller Lkw.

Wo kann man heute einen Elektro-Lkw aufladen?

Anfänglich müssen die meisten elektrisch angetriebenen Lkw im Heimatdepot über Nacht geladen werden. Mit einem integrierten AC-Ladegerät (43 kW) dauert es rund zehn Stunden, bis eine leere Batterie vollständig geladen ist. Mit einem DC-Ladegerät (max. 250 kW) kann dies auf nur zwei Stunden verkürzt werden. Wenn Hochleistungsladefunktionen verwendet werden, geschieht dies höchstwahrscheinlich nur für kurze Zeit, um sicherzustellen, dass Sie genügend Energie an Bord haben, um Ihren Transportauftrag zu erledigen.

Daher lassen sich mit einem Elektrofahrzeug am einfachsten Strecken zurücklegen, die keinen hohen Energiebedarf oder lange Distanzen erfordern.

„Wenn Sie beispielsweise Abfallentsorgungsfahrzeuge betreiben, die nur wenige Stunden am Tag bei niedrigen Geschwindigkeiten genutzt werden, reicht der Ladevorgang über Nacht vermutlich aus“, sagt Henrik Engdahl, Business Development Director bei Volvo Trucks. „Bei Branchen wie dem Regionalverkehr mit längeren Strecken benötigen Sie möglicherweise Lademöglichkeiten entlang der Route.“

Wenn ein Lkw beispielsweise regelmässig zwischen zwei festgelegten Betriebshöfen im Umkreis von 300 km pendelt, sollte jeweils eine Ladestation ausreichen, um einen Elektrofahrzeugbetrieb rund um die Uhr zu ermöglichen. Ein ähnliches Setup wird derzeit von DHL getestet. Eine weitere Möglichkeit, die Reichweite eines Elektro-Lkw zu erhöhen, ist die Kombination von AC- und DC-Ladevorgängen. Durch die Nutzung von AC-Ladefunktionen über Nacht und DC-Ladefunktionen tagsüber während der Fahrerpausen könnte ein Elektro-Lkw beispielsweise längere Distanzen zurücklegen.  

Grössere Ladenetze bedeuten mehr Lademöglichkeiten

Investitionen in öffentliche Ladeinfrastruktur – sowohl aus dem öffentlichen als auch aus dem privaten Sektor – verbessern die LADEINFRASTRUKTUR. In den kommenden Jahren werden wir mehr Ladestationen für Lkw-Fahrer zur Verfügung stellen. Wir werden auch eine Zunahme der Ladegeräte in Bereichen erhalten, in denen Lkw oft länger stehen – zum Beispiel an Laderampen und Autohöfen. Im Juli 2021 kündigte die Volvo Group an, Teil eines Jointventures zu werden, das darauf abzielt, innerhalb von fünf Jahren mindestens 1700 Ladepunkte zu installieren und zu betreiben.

„Zwischenaufladevorgänge stellen eine grossartige Möglichkeit dar, um die Reichweite eines Elektro-Lkws an Standorten zu verlängern, wo das Fahrzeug sowieso anhalten muss, wie z. B. zum Be- und Entladen und während Ruhezeiten des Fahrers usw., da dadurch die Produktivität oder Betriebszeiten nicht beeinträchtigt werden“, sagt Henrik Engdahl.

Da sich die Technologie in den kommenden Jahren weiter entwickeln wird, um schnellere Ladezyklen zu ermöglichen, und Ladestationen immer häufiger werden, wird die Integration der Ladestationen in die Routenplanung zunehmend einfacher.

Dies bezieht sich auf den anderen Text, den wir derzeit mit Magnus Broback für Knowledge Content erstellen.

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